23. September 2025
Tag der Ehrungen 2025

Ein Festakt im Zeichen von Naturschutz, Tradition und Gemeinschaft

Im festlich geschmückten Saal der Königlich Privilegierten Hauptschützengesellschaft Würzburg fand der jährliche Ehrungsempfang der Kreisgruppe Würzburg statt. Zu den Klängen des Jagdhornbläserchors Würzburg waren Mitglieder, Freunde und Förderer der Kreisgruppe der Einladung gefolgt, um gemeinsam langjährige Mitglieder und Weggefährten für ihr außergewöhnliches Engagement zu ehren und die Bedeutung der Jagd insbesondere auch in Würzburg zu würdigen. Herzlich hieß Dennis Maaz, 1. Schützenmeister der HSG, die Gäste willkommen.

Die Jagd als Pfeiler von Naturschutz und Tradition

In Deutschland hat die Jagd eine lange, tief in der Kultur verwurzelte Tradition. Sie ist weit mehr als nur ein Handwerk; sie ist zugleich ein wertvoller Beitrag zum Erhalt der heimischen Flora und Fauna. Jägerinnen und Jäger engagieren sich aktiv im Naturschutz: Sie tragen maßgeblich zur Regulierung des Wildbestandes bei, pflegen Biotope und setzen sich für die Erhaltung bedrohter Arten ein. Ohne diesen ehrenamtlichen Einsatz wären viele regionale Ökosysteme heute deutlich ärmer.

Doch die Jagd ist auch ein lebendiges Brauchtum. Sie verbindet Generationen, vermittelt Werte wie Verantwortung, Respekt vor der Natur und den nachhaltigen Umgang mit Ressourcen. In vielen Regionen Deutschlands und auch in Würzburg sind jagdliche Bräuche – von Hubertusmessen bis hin zu traditionellen Streckenlegungen und Gesellschaftsjagden – fest im gesellschaftlichen Leben verankert und prägen das Miteinander auf dem Land. 

Ehrung für jahrzehntelanges Engagement und Mitgliedschaft

Im Mittelpunkt des Nachmittags standen die Ehrungen jener Mitglieder, die sich über viele Jahre für die Jagd und als Mitglieder des Vereins eingesetzt haben. Mit herzlichen Worten hob der Jagdberater a.D. und Ehrenmitglied Dr. Lehmann-Tolkmitt hervor: „Ehre ist ein zwiespältiger Begriff geworden. Aber wir sind uns frei nach Goethe einig, dass Ehre dem gewährt wird, wem Ehre gebührt. Und das gilt vor allem auch denjenigen Mitgliedern, die durch ihre jahrzehntelange Mitgliedschaft, ihre Treue und ihr Bekenntnis zum Verband, die Sache der Jäger auch passiv unterstützt haben!“

Michael Hein hob ebenfalls die Verdienste der Geehrten hervor: „Ihr Engagement – ob im Verband oder im Revier – ist beispielhaft. Ihr habt nicht nur zur Erhaltung unserer heimischen Wildbestände beigetragen, sondern auch das Vereinsleben mitgestaltet und die Werte der Jagd an die nächste Generation weitergegeben.“

 

So wurde Reiner Götz für 25 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Er ist überdies seit Jahren verantwortlich für die Ausbildung der Jungjäger im Flintenschießen.

Für 50 Jahre Mitgliedschaft wurden Hans-Jörg-Apel und Vinzenz Baunach geehrt.

Gar auf 70 Jahre Mitgliedschaft brachte es der immer noch sehr aktive Jäger Otmar Grob, der die Anwesenden mit Anekdoten seiner Jägerprüfung unterhielt, die vor Ort bei der HSG vor über 70 Jahren abgelegt wurde.

Jägerschlag für 6 Jungjägerinnen und Jäger

Ihren Start ins Jägerleben feierten überdies 3 Jungjägerinnen und 3 Jungjäger. Nach fundierter Ausbildung bei der Kreisgruppe und bestandener Jagdprüfung, dem sog. „Grünen Abitur“, erhielt der Nachwuchs nicht nur seinen Jägerbrief, sondern jeder wurde einzeln durch den Vorsitzenden Michael Hein zum Jäger geschlagen.

Mit den Worten „Der erste Schlag soll dich zum Jäger weihen! Der zweite Schlag soll dir die Kraft verleihen, zu üben stets das Rechte. Der dritte Schlag soll dich verpflichten, nie auf die Jägerehre zu verzichten!“ und dem Auflegen mit dem Hirschfänger wurden die Jungjäger in den Kreis der „Grünröcke“ Würzburgs aufgenommen.

Dank und Ausblick

Abschließend dankte Vorsitzender Hein allen Geehrten im Namen des gesamten Verbandes: „Ohne Menschen wie Sie wäre unser Verein nicht das, was er heute ist – eine starke Gemeinschaft mit Herz, Verstand und Weitblick. Ihr Einsatz für die Natur, die Jagd und das Miteinander verdient unseren größten Respekt.“

Bei einem geselligen Beisammensein mit Jagdhornklägen, Kaffee, Kuchen und sogar einem Salutschuss aus einer Kanone des 17. Jahrhunderts klang der Nachmittag in fröhlicher Runde aus.

Der Ehrungsempfang hat einmal mehr gezeigt, wie wertvoll das Engagement der Jägerinnen und Jäger für Natur, Tradition und Gesellschaft ist – heute und in Zukunft.

Ein Dank geht an die Königlich Privilegierten Hauptschützengesellschaft Würzburg und ihren 1. Schützenmeister, die die Räume zur Verfügung gestellt haben.